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Wanderung auf den Roßstein und Buchstein (Tegernseer Hütte)

An Fronleichnam ging es mit Freunden (Aida Stella lässt grüßen) zum Wandern an den Tegernsee, genauer auf die Tegernseer Hütte. Das Wetter hatte es gut mit uns gemeint, denn es gab den ganzen Tag Sonne satt. Nebenbei habe ich ein neues Objektiv für meine Reisekamera (M.ZUIKO DIGITAL ED 12‑100 1:4.0 IS PRO) getestet.

Vom Bayerwald-Parkplatz geht es auf einem schmalen Weg mit vielen Stufen nach oben.

Los ging es in Kreuth am Parkplatz Bayerwald, der nach einem kleinen Weiler im Wald liegt. Nach der Zahlung der obligatorischen Parkplatzgebühr ging es erst einmal schnell steil nach oben über viele Stufen auf einem Waldweg. Nach und nach hatten wir die Baumgrenze erklommen, die uns unterhalb der Sonnberg Alm einen herrlichen Ausblick über die Alpen bescherte. Die Alm ließen wir nach einer kurzen Verschnaufpause rechts liegen und folgten dem schmalen Pfad in Richtung Tegernseer Hütte. Der Weg mündete in einen steilen Steig, der aber dank Seilen an der Felswand leicht zu bezwingen war. Allerdings stellten sich einige Turnschuhtiroler vor uns ziemlich an, so dass sich eine lange Schlange bildete. Selbst mit Sandalen war vor mir eine ältere Dame unterwegs (ohne Worte…).

Der steilste Anstieg kurz vor der Tegernseer Hütte ist dank Seilen an der Wand kein großes Problem.

Roß- und Buchstein

Kurz vor der Hütte sind wir dann auf den Roßstein abgebogen und hatten den Gipfel auf knapp 1700 Metern in wenigen Minuten erreicht. Die Belohnung war eine tolle Aussicht über Region rund um den Tegernsee, selbst den Achensee konnte man in der Ferne erkennen. Nach einem kurzen Stopp auf der Tegernseer Hütte (ein bisschen Zeit muss man hier schon mitbringen, weil eindeutig zu viele Gäste für die kleine Hütte da waren) ging es auf die andere Seite auf den Buchstein. Im Gegensatz zum Roßstein musste man erst eine kleine Kletterpartie hinter sich bringen, um den Gipfel zu erklimmen. Der Ausblick war natürlich genauso grandios wie auf der anderen Seite. Der Rückweg gestaltete sich etwas schwieriger. Zum einen waren einige Tritte im Feld schon ziemlich speckig und zum anderen passten andere Kletterer über uns nicht auf und lösten einen faustgroßen Stein, der einen knappen halben Meter an uns vorbei in die Tiefe sauste. Da hätte ich mir doch gerne einen Helm gewünscht.

Blick vom Roßstein auf den Buchstein und die Tegernseer Hütte.

Abstieg über den Schwarzenbach

Der Abstieg erfolgte dann an der Rückseite. Wir nahmen aber wenig später nicht den normalen Rundweg, der uns zum Schluss wieder über dem gleichen Weg zurück geführt hätte, sondern sind in Richtung Klamm abgebogen. Am Schwarzenbach entlang ging es auf einem schönen Weg zurück ins Tal bis zu einem Wanderparkplatz, der aber knapp drei Kilometer von unserem Auto weg war. Mit kochenden Füßen (wir mussten leider die Straße nehmen und es wehte kaum ein Lüftchen) kamen wir dann zurück zum Auto und belohnte uns am Ende mit einer Brotzeit im Tegernseer Braustüberl.

Gemütlicher Ausklang im Tegernseer Braustüberl.

Fazit: Entspannte und nicht allzu anstrengende Tour, die man als Tagesausflug (auch aus Erlangen) ohne große Probleme machen kann. Dank der Seile beim Aufstieg ist die Tour auch für nicht so geübte Wanderer (vernünftige Schuhe vorausgesetzt) machbar ist. Der Abstieg ist einfach.

Tourdaten:

  • Parkplatz Bayerwald
  • Aufstieg (gekennzeichneter Weg) zur Tegernseer Hütte: Dauer ca. 2h
  • Aufstieg Roßstein: ca. 10 Minuten
  • Aufstieg Buchstein: ca. 15 Minuten
  • Abstieg über Schwarzenbach zum Parkplatz Klamm: ca. 2.5h
  • Weg von Klamm nach Bayerwald: ca. 20 Minuten (am Parkplatz Klamm auf der Bundesstraße rechts abbiegen)

Zum Objektiv:

Ich konnte drei Tage (also einen Tag im Endeffekt) das Objektiv M.ZUIKO DIGITAL ED 12‑100 1:4.0 IS PRO testen für meine Olympus EM5 MKII Kamera, die ich immer auf Reisen dabei habe. Ich hatte bisher immer mit dem Kit-Objektiv (12-40mm) fotografiert, das zum einen sau lahm vom Fokus her war und zum anderen auch immer wieder – vor allem bei Nahaufnahmen – Probleme mit der Scharfstellung hatte. Schon alleine von der Haptik her spielt das getestete Objektiv in einer anderen Liga. fast ein bisschen schwer liegt Kamera und Objektiv gut in der Hand. Der Zoom geht zwar ein wenig streng, aber mit der Dauer gewöhnt man sich daran. Gefühlt macht es deutlich bessere Bilder als mein normales Objektiv, der Autofokus geht relativ flott (immer noch kein Vergleich zu meiner Canon 1DX, aber das spielt auch in einer komplett anderen Liga) und auch mit der Naheinstellung hatte ich kaum Probleme. Die Bilder sind knackscharf, es hat wirklich Spaß gemacht mit dem Objektiv zu knipsen. Klare Kaufempfehlung, auch wenn der Spaß mit knapp 1300 Euro nicht ganz billig ist!

Bilder siehe oben.

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